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Wahlrecht für Kinder Mike Weimann

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Wahlrecht für Kinder
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im: Beltz Verlag
Seiten: 164
erschienen: 2002
ISBN: 3-407-56205-5
Preis: 9,90 EUR
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Leseprobe

1. An alle Kinder! - Auch für eilige Leser geeignet!

Was für Kinder gut ist - ist auch für Erwachsene gut! Weil ich diesen Spruch richtig finde, möchte ich Euch am Anfang dieses Büchleins den Inhalt mit einfachen Worten erzählen. Natürlich nur in einer Kurzfassung. Erwachsene, denen das nicht gefällt, können gleich zum Kapitel 2 weiterblättern. Ab dort steht alles ganz ausführlich. Denjenigen Kindern, die mehr als dieses erste Kapitel lesen möchten, wünsche ich einen freundlichen Erwachsenen, der die Sachen (Fremdwörter) erklären kann, die man als Kind nicht gleich versteht. Und wenn sich keiner findet, könnt Ihr mir gern schreiben; meine Adresse steht auf der Seite 164. Ich werde Euch bestimmt antworten, egal ob Ihr eine Frage oder einen Verbesserungsvorschlag habt.

Kinder sollen das Wahlrecht bekommen - das ist die Forderung dieses Buches. Wer das Wahlrecht hat, darf mitbestimmen: über die Politiker und über die Parteien, die das Land regieren. Unsere Volksvertreter, die Abgeordneten im Landtag oder im Bundestag, kümmern sich vor allem um Probleme der Menschen, deren Wahlstimme sie haben wollen. Für ihre Wähler tun sie alles Mögliche, zum Beispiel schlagen sie neue Gesetze vor, die diesen Leuten nützen. Sie wollen, dass es ihren Wählern gut geht - und dass sie selbst wieder gewählt werden. Weil Kinder nicht wählen dürfen, tun sie ziemlich wenig für Kinder und für die Zukunft. Und das soll geändert werden.

Zurzeit dürfen nur Menschen wählen gehen, die schon 18 Jahre alt sind. Viele möchten, dass das auch so bleibt. Sie sagen, dass Kinder noch zu dumm zum Wählen sind, dass ihnen die Erfahrung fehlt, dass sie keine Ahnung von Politik haben und deshalb die »falsche« Partei wählen würden. Manche haben auch Angst, dass Kinder »an die Macht« kommen könnten. Wenn Kinder regieren, geht alles drunter und drüber, denken sich diese Erwachsenen, und das wollen sie mit der Altersgrenze von 18 Jahren verhindern. Andere sagen, dass manche Kinder noch nicht mal lesen können und deshalb gar nicht verstehen, was auf dem Wahlzettel steht, auf dem am Wahltag das Kreuz gemacht werden soll. Viele sagen, dass Kinder ganz leicht beeinflussbar sind und sowieso nur genauso wählen würden wie ihre Eltern. Oder dass sie sich von den Politikern belügen oder austricksen lassen. Diese Gegner des Kinderwahlrechts fürchten, dass die Politiker im Wahlkampf Gummibärchen verschenken, und wenn sie gewonnen haben, gar nichts für Kinder tun wollen. Einige Gegner des Kinderwahlrechts glauben, dass Kinder so lange wie möglich spielen und nicht mit Politik belästigt werden sollen. Außerdem soll angeblich nur derjenige Rechte haben, der auch Pflichten hat. Und da Kinder weniger Pflichten haben, sollen sie auch nicht wählen gehen.

Es gibt also, wie man sieht, viele Begründungen dafür, die Altersgrenze beim Wahlrecht so zu lassen, wie sie ist. Wer trotzdem (so wie ich) möchte, dass Kinder auch bei Wahlen mitbestimmen können, der muss auf all das eine Antwort haben. Zum Glück gibt es weltweit und schon seit vielen Jahren Leute, die über die Vorteile und Probleme des Kinderwahlrechts nachgedacht haben. Schon vor fast 30 Jahren schrieb der Amerikaner Richard Farson das Buch »Menschenrechte für Kinder«, in dem er unter anderem begründet, warum das Wahlrecht auch für Kinder wichtig ist. In Deutschland sind sogar einige Jugendliche zum Obersten Gericht nach Karlsruhe gezogen und haben sich darüber beschwert, dass sie nicht mitwählen dürfen. Es ist also kein Wunder, dass fast alle Fragen schon gestellt wurden, die das Kinderwahlrecht aufwirft. Die ausführlichen Antworten folgen in den nächsten Kapiteln. Aber schon hier möchte ich die häufigsten Fragen einmal kurz beantworten.

Warum sollen Kinder das Wahlrecht bekommen?

Heutzutage brauchen sich Politiker nur wenige Gedanken um Probleme von Kindern zu machen. Sie werden auch wieder gewählt, wenn sie Beschlüsse fassen, die für Kinder schlecht sind. Die jetzigen Politiker hängen [...]

HINWEIS: Dieser Auszug ist dem Kapitel "An alle Kinder! - Auch für eilige Leser geeignet!" von Mike Weimann aus dem Buch "Wahlrecht für Kinder - Eine Streitschrift" entnommen und wurde für diese Website angepasst. Der Text unterliegt den Bestimmungen des Copyrights und darf ohne schriftliche Genehmigung des Beltz Verlages in keiner Weise vervielfältigt werden.

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