Staatsbürgerliche Erziehung.
Militärische Schulung der Jugend ist unserer Regierung nun freilich unmöglich geworden. Aber „mit umgekehrten Vorzeichen“ hat die neue Links-Regierung doch eifrig die angeschnittene Wurst weiter aufgeschnitten:
In einer Sitzung des Provinzial-Schulkollegiums in Hannover Ende September 1928 hat der dortige Oberpräsident Noske erklärt, im staatlichen Interesse müsse nunmehr verlangt werden, daß „die Schule sich in den Dienst der Republik stelle“. Und wie man sich das vorzustellen hat, führt ein ganz gemäßigtes linksbürgerliches Blatt folgendermaßen aus:
„Ueberall im Unterricht, wo sich irgendeine Gelegenheit findet, wollen wir die Idee der Republik in ihrer ganzen Reinheit vor den Schülern hinstellen und wollen ihnen zeigen, wie durch sie zu allen Zeilen und bei allen Völkern die edelsten und stärksten nationalen Kräfte ausgelöst worden sind. Achtung und Ehrfurcht vor der deutschen Republik muß unserer Jugend durch alles, was sie in der Schule hört und sieht, etwas ganz Selbstverständliches werden“, um in ihr „die Liebe zur Republik und den lebendigen Willen, ihr zu dienen“, dadurch zu erwecken. (Voss. Ztg. 26. Sept. 1928.)
